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Rauchmelder
Rauchmelder sind kleine Geräte, die für wenig Geld Leben retten. Deshalb greift die Freiwillige Feuerwehr Ehingen (Donau) dieses wichtige Thema – wie viele andere Feuerwehren – ebenfalls gerne auf, um Sie zu informieren.
Gerade für den privaten Bereich hat die Industrie die günstigen, optischen Rauchmelder entwickelt, die sofort Alarm schlagen, wenn sich unbemerkt Brandrauch in der Wohnung ausbreitet. Die Feuerwehren empfehlen solche Geräte anzuschaffen, wenn Ihnen das eigene Leben und das Leben Ihrer Familie wichtig sind.


Warum Rauchmelder Leben retten können ...
Bei knapp 200.000 Bränden im Jahr, die der Feuerwehr gemeldet werden, sterben in Deutschland immer noch etwa 500-600 Menschen. Fast alle Opfer sind nicht durch das Feuer, sondern durch den entstehenden giftigen Brandrauch ums Leben gekommen. In den USA besitzen 93 Prozent der Haushalte Rauchmelder - in Deutschland waren es nur 5 Prozent vor der Einführung der Rauchmelderpflicht in einigen Bundesländern. Inzwischen sind es ca. 30 %. Mit Rauchmeldern, die rechtzeitig warnen, könnten in Deutschland bei ähnlicher Verbreitung noch viele Menschen noch am Leben sein. Denn dieser Rauch verdunkelt selbst am Tag und bei eingeschaltetem Licht nach kurzer Zeit eine Wohnung so stark, dass die Bewohner buchstäblich die Hand vor Augen nicht mehr sehen können und so die Orientierung verlieren. Wenn z. B. eine zehn Kilogramm schwere Schaumgummimatratze aus einem Kinderbett verbrennt entstehen 25.000 Kubikmeter Rauch. Damit könnte man ca. 30 Einfamilienhäuser füllen. Weitaus gefährlicher ist der Rauch jedoch bei Nacht: Da der menschliche Geruchssinn im Schlaf ausgeschaltet ist, führen die in der Brandentstehungsphase entweichenden giftigen Gase nach dem Einatmen schnell zu Bewusstlosigkeit und danach zum Tode von Mensch und Tier.



Immer noch weit verbreitete, fatale Irrtümer sind:
  • Wenn es gerade zu brennen begonnen hat, habe ich immer genug Zeit um zu flüchten: Dies ist falsch, denn schon nach durchschnittlich 3-4 Minuten ist aus einem kleinen Feuer ein großer Brand entstanden, der Ihnen die Fluchtmöglichkeiten abschneidet. Eine Rauchvergiftung kann sogar schon nach 2 Minuten tödlich sein.
  • Mein Nachbar oder mein Haustier wecken mich noch rechtzeitig. Ebenfalls ein Trugschluss. Nachts schlafen diese ebenfalls, das Feuer wird nicht in der 1. Minute entdeckt und 3-4 Minuten (siehe oben) sind eine sehr kurze Zeit.
  • Bei mir passiert nichts, da ich 1. aufpasse und 2. ein "Steinhaus" habe: Hier haben wir gleich 2 Irrtümer: Brände entstehen oft durch technische Defekte (auch Kühlschränke und Gefriertruhen lösen Brände aus!), durch Brandstiftung (leider) oder treffen Sie als Wohnungsnachbar in einem Mietshaus. Ebenso schützen Steinhäuser mit gefliesten Böden nicht, denn es gibt Möbel, Vorhänge und Tapeten. Ein brennender Sessel reicht vollkommen für eine tödliche Rauchvergiftung.
Nun, wie ist diese Vorstellung ?
Ausgehend von einem (kleinen) Schwelbrand nach einem technischen Defekt zum Beispiel breitet sich Rauch in den Zimmern oder im Gebäude aus. Sie liegen im Bett und schlafen. Sie sehen die Brandgase nicht und Sie riechen sie schon gar nicht. Am anderen Morgen wachen Sie nicht mehr auf - die giftigen Rauchgase sind Ihnen zum Verhängnis geworden...
Was bewirken Rauchmelder ?
Rauchmelder für Wohnungen sind kleine (Durchmesser etwa 10 cm, Höhe etwa 5 cm) an der Decke installierte, batteriebetriebene Einzelgeräte, die auf Rauch ansprechen. Sie werden über eine gewöhnliche 9-Volt-Batterie (manchmal auch über 2-3 normale Mignon Batterien) mit Strom versorgt. Die Rauchmelder reagieren auf die Streuung eines Lichtstrahls (innerhalb des Gerätes) durch Rauchpartikel mit einem anhaltenden, lauten Signalton.

Da Entstehungsbrände (auch Schwelbrände) meist mit der Entwicklung von Rauch verbunden sind, können Rauchmelder schon frühzeitig auf einen Brand aufmerksam machen. Für lebensrettende Maßnahmen wie Flucht und Notruf bei der Feuerwehr bleibt dann (meist) genügend Zeit.

Moderne Rauchmelder (z.B. Funkrauchmelder) alarmieren im Ernstfall alle anderen Rauchmelder im Haus mit, so dass bei einem Alarm im Keller auch z.B. der Rauchmelder im 2. OG in voller Lautstärke mit alarmiert.
Wo sollten Rauchmelder angebracht werden ?
Rauchmelder installiert man am Besten unter der Raumdecke, möglichst in der Mitte des Raums. Als Mindestschutz gilt ein Melder je Wohnung, der im Flur bzw. im Vorraum vor den Schlafzimmern zu installieren ist. Hat die Wohnung mehrere Geschosse, so ist mindestens ein Melder je Geschoss für den einfachsten Schutz erforderlich. In diesen Fällen ist eine Vernetzung der einzelnen Rauchmelder untereinander zu empfehlen, so dass z.B. ein Kellerbrand auch von den Geräten im Erd- und Dachgeschoss gleichzeitig gemeldet wird. Inzwischen gibt es auch Funk-Rauchmelder, die nicht mit Kabel vernetzt werden müssen.

Empfehlenswert ist die Installation eines Rauchmelders auch z.B. im Wohnzimmer (elektrische Geräte), aber auch in Schlafzimmern (Fernseher? Heizdecke?) selbst. Küchen machen ab und zu Probleme, da hier dichter Wasserdampf beim Kochen ein Fehlalarm auslösen kann.

Rauchmelder sind sehr einfach zu installieren (und zu vernetzen).
Was muss ich beim Kauf beachten ?
Eine Norm, in der festgelegt ist, wie Heimrauchmelder beschaffen sein sollen, gibt es in Deutschland leider bisher nicht.

Es werden jedoch Geräte angeboten, die von der VdS Schadenverhütung (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.) geprüft und gekennzeichnet sind. Diese kann man auf jeden Fall empfehlen.

Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass das Gerät von einer anerkannten Stelle geprüft ist, das GS-Zeichen und CE-Zeichen trägt, mit einer Funktionsanzeige (z.B. LED) ausgestattet ist, über einen Testknopf verfügt und vor schwachen Batterien warnt.
 
 
Einsatzticker
[241] 11.12.2017 5:34 Uhr 
B2 - Brandmeldeanlage
[240] 09.12.2017 5:59 Uhr 
B2 - Rauch im Gebäude
[239] 07.12.2017 14:22 Uhr 
B2 - Brandmeldeanlage
[238] 30.11.2017 23:03 Uhr 
H0 - Technische Hilfe nach VU
[237] 28.11.2017 12:23 Uhr 
B2 - Brandmeldeanlage

News
16.11.2017
Gemeinsame Übung bei der Mülldeponie Litzholz
Bei einer gemeinsamen Feuerwehrübung auf der Mülldeponie Litzholz stellten die Feuerwehren des Unterstützpunkts Pfarrei sowie die Stützpunktfeuerwehr Ehingen ihre Schlagkraft unter Beweis.
Angenommen wurde eine Selbstentzündung in einem gepressten Mül ...
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